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Krankenversicherung

Die Krankenversicherung gehört zu den Pflichtversicherungen. Das bedeutet, dass jeder Bundesbürger krankenversichert ist. In jungen Jahren wird man, wenn die Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, in der Familienversicherung aufgenommen, wenn die Eltern in der privaten Krankenversicherung abgesichert sind, müssen sie eine gesonderte Prämie für ihre Kinder bezahlen, damit diese wieder bei den Eltern krankenversichert sind.
Daraus ergibt sich gleich ein unterschiedliches Merkmal der Beitragszahlung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung: Die gesetzliche Krankenversicherung handelt nach dem Solidaritätsprinzip. Das bedeutet, dass diese Krankenversicherung jeden Antragssteller aufnehmen muss und auch seine Familie, das heißt Ehepartner und Kinder, schützt. Es gibt Basisleistungen, die in jeder gesetzlichen Krankenversicherung in etwa gleich sind und im Leistungskatalog der Krankenversicherung festgehalten sind. Die Beiträge sind einkommensabhängig; das bedeutet, dass ein bestimmter Prozentsatz vom monatlichen Bruttolohn für die Krankenversicherung wegfällt.
Die private Krankenversicherung hingegen arbeitet nach dem Prinzip der Marktwirtschaft. Das hat zur Folge, dass es natürlich auch Basisleistungen geben muss, die denen der gesetzlichen Krankenversicherung mindestens entsprechen. Je nach der Lebenssituation eines Versicherungsnehmers hat dieser nun die Möglichkeit, die Leistungen seiner Krankenversicherung nach dem Baukastenprinzip aufzurüsten. Je mehr Leistungen, umso mehr Beiträge. Möchte man seine Familienangehörigen, also wieder Ehepartner und Kinder, mitversichern, werden dafür gesonderte Beiträge fällig.

Dem aufmerksamen Leser ist nicht entgangen, dass damit die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung trotz der Kinder gleichbleiben, während die Prämien für die private Krankenversicherung mit Kindern teurer werden. Daher lässt sich eine Faustregel festhalten: Die private Krankenversicherung lohnt sich insbesondere für Kinderlose; die gesetzliche für ältere Arbeitnehmer mit Kindern.